Die ersten Billig-Fitnessstudios gab es in den USA, dann in England und schließlich etablierten sie sich auch auf dem deutschen Markt.

Sport machen ist immer eine gute Idee.

Warum sollte man 40 € im Monat zahlen, wenn man die gleiche Leistung für 19.95 € haben kann, manchmal sogar für noch weniger?

Mit der Frage nach dem Preis stellt sich natürlich auch die Frage nach der Qualität.  

Schließlich essen wir ja auch lieber ein 5-Sterne-Menü in einem schönen Restaurant als einen Döner auf die Hand vom Kebap Laden um die Ecke.

Die meisten Menschen freuen sich eben auch über einen guten Service und gute Qualität.

Im Discount-Bereich ist es nicht selbstverständlich, von einem Coach persönlich beraten zu werden.

Der Kunde kann die zur Verfügung stehenden Geräte nutzen, muss aber selbst darauf achten, dass er die richtige Haltung einnimmt und die Geräte richtig benutzt, um Verletzungen oder schlimmstenfalls Herz-Kreislauf-Probleme zu vermeiden.

Natürlich ist es verlockend, 19,99 € im Monat zu bezahlen, aber Du solltest schon wissen, wie man mit den Geräten umgeht.

Allein zu trainieren, wie ein Gladiator in einer Arena, kann außerdem schnell zu einer Motivation-Schlappe führen.

In vielen Discount-Fitnessstudios gibt es keinen Personaltrainer – jede individuelle Beratung muss extra bezahlt werden – und auch keine Kurse.

Die Beratung eines Fitness-Trainers wird häufig durch ein Video ersetzt, das auf Bildschirmen übertragen wird.

Letzten Endes ist es so ähnlich wie ein Tutorial auf YouTube, aber mit Geräten.

Was sind die Risiken eines Low-Budget-Studios?

Wenn jeder, ob mit oder ohne Erfahrung, frei über alle Sport-Geräte verfügen kann, ohne jegliche persönliche Betreuung oder Beratung durch einen Fitnesscoach, besteht immer ein Verletzungs-Risiko.

Die “Welt” warnt in einem Artikel:

Rund jeder dritte Bodybuilder oder Kraftsportler hat beispielsweise Schulterprobleme, kaum einer kann seine Arme seitlich über 90 Grad heben. Von den Verletzungen, die im Training entstehen, entfallen rund 30 Prozent auf die Schulter, 14 Prozent auf die Arme, 12 Prozent auf die Knie und rund elf Prozent auf den Rücken.

Das Verletzungs-Risiko, besonders, wenn man alleine trainiert, ist also ein reales Problem und der geschulte Blick eines professionellen Trainers kann sehr hilfreich sein.

Ein anderes Risiko mit eventuell noch schwerwiegenderen Auswirkungen ist das Risiko für Herz und Kreislauf.

Das Risiko liegt allerdings in der höheren Eigenverantwortung durch die Abwesenheit eines persönlichen Trainers und einer individuellen Beratung.

Vorsicht ist geboten!

Nicht zu unterschätzen ist außerdem falsches Training in der Wachstumsphase: Junge Menschen, die sich einen muskulöseren Körper wünschen, können bei Muskelaufbau-Übungen ohne persönliche Beratung sogar Ihre Organe schädigen!

Zwischen 14 und 17 Jahren haben Jugendliche Ihr Wachstum noch nicht abgeschlossen und ein unangemessenes oder zu belastendes Training kann das Skelett für immer deformieren.

Die Konsequenz sind Rückenbeschwerden oder Gelenkschmerzen.

Mehr Geld zu zahlen und dafür von einer individuellen, qualifizierten Beratung zu profitieren, zahlt sich mitunter aus.